Die BILD-ZEITUNG berichtet in toller Aufmachung über das Erleben des Fotografen Dominique Tarlé, der bei den STONES einen Tag bleiben wollte und an der Côte d’Azur sechs Monate mit Ihnen lebte!

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

das müsst Ihr lesen, denn das ist eine einmalige Dokumantation eines Fotografen, der eine zeitlang mit THE ROLLING STONES im malerischen Villefranche-sur-Mer (Côte d’Azur) lebte. Er kam für einen Tag und blieb 6 Monate bei der Band! Er erlebte die Entstehung von E̲xile on M̲a̲in Street hautnahe mit.

Er kam für einen Tag und blieb sechs Monate

Mein Sommer mit den  Rolling Stones

Der französische Fotograf Dominique Tarlé verbrachte den Sommer 1971 mit den Rolling Stones an der Côte d’Azur Foto: Dominique Tarlé, WireImage

Villefranche-sur-Mer/Paris – Er kam für einen Tag und blieb sechs Monate. Der französische Fotograf Dominique Tarlé (73), verbrachte den Sommer 1971 mit den Rolling Stones unter der französischen Sonne im malerischen Villefranche-sur-Mer (Côte d’Azur).

Mick Jagger (78), Keith Richards (77), Charlie Watts (†80) und Ron Wood (74) waren im Frühling 1971 vor dem britischen Finanzamt aus ihrer Heimat London geflohen und nisteten sich in den Bergen der malerischen Côte d’Azur in der Villa Nellcôte (rund 2072 Euro die Woche) Euro ein.

Keith Richards und Anita Pallenberg mit ihrem Sohn Marlon. „Sie haben ihm ganz Südfrankreich gezeigt“, verrät Tarlé Foto: Dominique Tarlé

Drogen, Sex und ein Polizeieinsatz – um die Zeit an Mittelmeer ranken sich viele Mythen! In BILD räumt Dominique Tarlé mit den Gerüchten auf und erzählt „die Geschichte meines Lebens“. In Paris stellt er seine Fotos aus dieser Zeit ab dem 10. Dezember aus. Bis heute ist Tarlé mit der Band in Kontakt.

DER BEGINN

„Es war Frühling an der Côte d’Azur. Das Licht fiel wunderschön. Die Stones hatten mich eingeladen, Fotos von ihnen in ihrem neuen Zuhause in Villefranche-sur-Mer zu machen. Ich hatte sie in den letzten Jahren schon einige Male auf ihren Tourneen begleitet. Zuletzt bei ihrer Abschiedstour in England. Am Morgen kam ich mit dem Zug aus Nizza an.

Wir aßen zu Mittag. Ich machte meine Fotos. Als ich abends gehen wollte, sagte Keith Richards zu mir: ,Bleib!‘. Ich hatte keine Wechselklamotten und nicht genug Filme für meine Kamera dabei. Also ging Keith mit mir in seine Garderobe, gab mir Klamotten.

Dann griff er in einen Topf mit Bargeld, zog Scheine raus und drückte sie mir in die Hand. Er sagte: ,Ein Fotograf ohne Filme ist wie ein Gitarrist ohne Saiten.‘“

Nach dem Essen holte Keith Richards seine Gitarre raus, und spielte mit MIck Jagger Foto: Dominique Tarlé

DER TAGESABLAUF

„Es herrschte viel Disziplin. Morgens kümmerte sich Keith Richards ums Frühstück, abends ums Abendessen. Er stand jeden Morgen um 7 Uhr auf und machte Frühstück für seinen Sohn Marlon. Danach machten wir alle zusammen eine Spritztour mit seinem Jaguar Sprinter Cabrio. Mal nach Cap Ferrat, Monaco oder St. Tropez.

Keith wollte seinem Sohn Südfrankreich zeigen. Die Türen der Villa Nellcôte stand immer offen – und die einheimischen Kinder kamen durch den Haupteingang ins Haus. Das Haus war voller Kinder zum Spielen für Marlon.

Es war eine schöne Zeit. In den ersten drei Monaten drehte sich alles um die Familie und Freunde.“

Ungewohntes Bild: Schlagzeuger Charlie Watts probierte neue Songs am Klavier Foto: Dominique Tarlé

DAS ALBUM

„Nach drei Monaten beschlossen die Stones, ein Album aufzunehmen. In Südfrankreich gab es kein professionelles Studio. Aber in der Villa Nellcôte war viel Platz, der Keller war riesig. Also ließen sie sich ein Studio anliefern und bauten es im Keller auf.

Von Montagabend bis Freitagmorgen traf sich die Band also im Keller. Sie tranken Alkohol, und arbeiteten bis morgens um 7, 8 Uhr durch. Ich war fasziniert, wie die Musik gemacht haben. Sie haben sich nicht einfach hingesetzt und ein Lied geschrieben.

Keith oder Mick haben immer irgendwas gespielt. Wenn einer der Band rausging und sich ein Glas Rose nahm, dann war klar: Das ist nichts. Wenn alle einstimmten, wurde es ein Hit. In dieser Zeit entstand das Album ,Exile on Main Street.‘“

Da es in ganz Südfrankreich kein Tonstudio gab, ließen sich die Stones eines in den Keller der Villa liefern. Hier arbeiteten Charlie Watts und Keith Richards an neuen Songs RichardsFoto: Dominique Tarlé

DIE FREUNDSCHAFT

„Privat haben sich die Stones nicht getroffen. Sie wohnten alle an der Côte d’Azur und trafen sich nur im Haus von Keith Richards, um Musik zu machen.

Da waren alle sehr kreativ. Aber privat hatten sie sich nichts zu sagen. Privat wurde sich nicht getroffen. Charlie Watts zum Beispiel hatte einen ganz anderen Charakter als Mick und Keith. Er war eher ruhig. Die Musik war sein Statement.

Er hatte keinen Bock auf das Zurschaustellen wie die anderen. Er war ein diskreter Mensch.“

Zwischen Kisten und Kamin machten Keith Richards und Mick Jagger in der Villa Nellcote Musik Foto: Dominique Tarlé

DIE DROGEN

„Der Sommer 1971 war weit weg von großen Orgien. Die Dorfkinder, die ins Haus kamen, brachten die Drogen von ihren Eltern mit. Die Tür stand ja immer offen.

Und wenn die Band Nachschub wollte, haben die Kinder ihren Eltern Bescheid gesagt. Aber es war nicht so wild. Damals war auch eine andere Zeit. Alle Künstler nahmen Drogen wie LSD, Kokain, Heroin oder Haschisch. Die Stones sind seit über 60 Jahren auf der Bühne, immer ganz vorne.

Hätten sie dort wirklich so viele Drogen genommen, wie alle immer erzählen, hätten sie die ersten drei Tage schon nicht überlebt. Dann wären sie längst an einer Drogenüberdosis gestorben.“

Neue Ideen: Charlie Watts und Ron Wood Foto: Dominique Tarlé

DIE VILLA Nellcôte

„Keith hatte die Villa im Frühling 1971 angemietet. Die anderen Stones wohnten in anderen Häuser an der Côte d’Azur.

Die Villa Nellcôte wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut. Damals fuhr man noch mit Kutschen herum. Die Villa ist riesig, hat 16 Zimmer. Allein die Küchen im Untergeschoss waren 200 Quadratmeter groß, es gab viel Personal.“

Während des Zweiten Weltkriegs besetzten die Nazis die Villa, und verließen sie im August 1944 wieder. Heute gehört sie einem russischen Geschäftsmann, der sie 2005 für 100 Millionen Euro kaufte.

Die Villa Nellcôte mit Privatstrand liegt im malerischen Villefranch sur-mer. Ein russischer Geschäftsmann kaufte sie 2005 für 100 Millionen Euro. Sie ist nur vom Wasser aus einsehbar. Foto: Frederic Pasquini

DAS ENDE

„Am Ende der sechs Monate hatte Keith zu viele Drogen konsumiert. Die Polizei wurde auf ihn und die Villa Nellcôte aufmerksam.

Das bekam Keith irgendwie mit. Bevor die Polizei kam, warnte er mich und ich bin abgehauen. Im Dezember musste dann auch Keith Richards gehen. Die Zeit in Südfrankreich war für mich keine Arbeit. Es fühlte sich an, als hätte ich Familienfotos gemacht.

Nachdem ich die Bilder entwickelt hatte, brachte ich alle Fotos der Plattenfirma. Wenige Wochen später riefen sie mich an und baten mich, meinen Koffer mit den Fotos wieder abzuholen. Die Stones hatten sich nur ein Dutzend Bilder herausgenommen, als Andenken.

Den Rest durfte ich behalten. Es gab nie einen Vertrag, ich darf damit bis heute machen, was ich will.“

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Wir meinen, dass das ein sehr authentischer Beitrag ist, der vom Miterleben unterfüttert ist.

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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