Die Süddeutsche Zeitung berichtet sehr breit über die ROLLING STONES-AUSSTELLUNG in München unter dem Titel „MAGIC MOMENTS OF THE ROLLING STONES“!

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

über unsere Stones-Club-Mitglieder Fritz Wimmer (https://www.stones-club-aachen.com/?s=fritz+wimmer) und  „MountainMan50“ (https://www.stones-club-aachen.com/?s=mountainman50) sind wir sehr intensiv über die Stones-Ausstellung in München unter dem Titel „MAGIC MOMENTS OF THE ROLLING STONES“ informiert worden.

Nunmehr berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG sehr breit über die Ausstellung in der Pasinger Fabrik (http://www.pasinger-fabrik.de/), die leider momentan uneingeschränk (https://www.pasinger-fabrik.de/besuch/) nur virtuell besucht werden kann.

Ausserdem kommt der Kurator Herbert Hauke darin zu Wort.

28. April 2021

„Rolling Stones“-Ausstellung:Alle Tage Satisfaction

Den Rat ihres Managers, sich von den Pilzköpfen abzuheben und wilder zu sein, befolgten die Rolling Stones gerne – wie man etwa bei ihrem Auftritt in Frankfurt 1976 erkennt. (Foto: Didi Zill)

Eine Münchner Ausstellung feiert die „Rolling Stones“. Kurator Herbert Hauke kam seinen Helden einmal ganz nah.

Von Oliver Hochkeppel

Die alte Frage „Beatles oder Stones?“ hat Herbert Hauke für sich früh mit „sowohl als auch“ beantwortet. Verbinden ihn doch mit beiden Bands prägende persönliche Erinnerungen: Die erste LP, die der 1955 Geborene sich mit zwölf aussuchte, als ihn sein Vater in einen Plattenladen mitnahm, war von den Beatles. Sie eröffnete ihm die Welt der Musik. Und als er 1973 mit Freunden ins Tina-Turner-Konzert ging, für das er Karten in der zweiten Reihe bekommen hatte, setzten sich direkt vor ihn in die erste die fünf Rolling Stones rund um Mick Jagger. „Ich hab dann 100 Fotos von Keith Richards gemacht, von unten seitlich ins Nasenloch quasi, mir Autogramme geben lassen und ihn tausendmal angelangt, damit ich mein ganzes Leben sagen kann: Ich habe die Rolling Stones berührt.“

Wie man auf diesem raren Backstage-Foto eines Fans sieht, erinnerten die Rolling Stones 1965 im Circus Krone (mit Brian Jones an der Gitarre) noch stark an die Beatles. (Foto: Privat)

Das Konzert wurde noch in anderer Hinsicht bedeutsam für ihn. Ein auf die Bühne geworfener Strauß Moosröschen brachte ihm nicht nur eine persönliche Song-Widmung von Tina Turner, sondern auch die erste Einladung zur Aftershow-Party ein. Nun war Hauke angefixt, er dachte sich: „Wenn zukünftig ein Rockstar nach München kommt, muss der Herbi Hauke kennenlernen.“ Heute ergänzt er: „Mit 18 kann man so einen Entschluss ja noch fassen.“ So wurde der Rock das zweite Leben des Finanzkaufmanns, er hangelte sich von Konzert zu Konzert, lernte nicht nur die Stars kennen, sondern auch die Leute hinter den Kulissen. Und sammelte alles dazu Verfügbare. Was 2004 im Rockmuseum kulminierte, das Hauke zusammen mit dem Musikjournalisten Arno Frank Eser 2004 auf dem Olympiaturm eröffnete.

Weil der Platz dort oben in 189 Meter Höhe begrenzt ist und nur ein Bruchteil dessen gezeigt werden kann, was in Haukes Archiven schlummert, hat er schon immer Sonderausstellungen gemacht. Als im vergangenen Jahr der erste Lockdown kam – in dem man immerhin noch Ausstellungen besuchen durfte -, wandte sich die Pasinger Fabrik an ihn, sie doch kurzfristig zu bestücken. Daraus wurde dann „Beatles in Munich“ – ein riesiger Erfolg. „Es war erstaunlich, wie ergriffen viele Besucher gerade in dieser Zeit waren. Eine Frau hat sogar geweint“, erinnert sich Hauke. Grund genug nachzulegen. Und auf die Beatles folgen jetzt logischerweise die Stones. „Magic Moments of the Rolling Stones“ heißt die Schau, die eigentlich seit dem 22. April zu sehen sein sollte, nun aber nur virtuell eröffnet und einstweilen nur in einer Videoführung an diesem Mittwoch begehbar ist. Weil Hauke diesmal viel Zeit hatte, verfasste er auch einen 130-seitigen Katalog, der weit über die Schau hinausgeht.

In den Anfangszeiten der Rolling Stones sang Mick Jagger sogar auf Italienisch. (Foto: Archiv Herbert Hauke)

Ausgebreitet wird hier wie dort das Phänomen der haltbarsten Rockband der Welt. „Sechs Jahrzehnte im Rock bis heute – die Stones und ihre Musik sind praktisch die Filmmusik zum Leben ganzer Generationen“, sagt Hauke. Das Grundprinzip seiner Ausstellungen hat Hauke auch hier beibehalten: „Es ist als Zeitreise konzipiert.“ Mit einem Schwerpunkt auf den Sechzigerjahren, der „wilden Zeit als der Rock ’n‘ Roll kam“, wie Hauke raunt. Mit den Wurzeln der Band „im Rhythm ’n‘ Blues, „aus dem sie dann ihre Musik entwickelten“, beginnt es. Und mit dem München-Konzert 1965 im Circus Krone geht es richtig los. „Da lief alles noch friedlich ab, da sind höchstens 14 Schirme kaputtgegangen“, berichtet Hauke. „Kurz darauf hat’s in Berlin gekracht, da wurde die ganze Waldbühne zerlegt. Das war sozusagen die Mutter der Revolution in Deutschland, Auftakt für die Studentenunruhen und die 68er-Bewegung.“ Eine Wand hat Hauke auch dem Konzert auf dem Altamont Speedway 1969 gewidmet, bei dem die als Ordner eingesetzten Hell’s Angels einen Besucher töteten. „Das war das Ende der Hippie-Träume und der Vorbote der kommenden unruhigen Zeit.“

Eher auf die Musik ist dann die Dokumentation der Siebziger ausgerichtet, als der Rock groß und reich wurde. Berühmte Stones-Alben und ihre Geschichten werden vorgestellt, „Exile On Main Street“, „Goat’s Head Soup“ und natürlich „Sticky Fingers“, ein „Meilenstein der Rock-Geschichte“, wie Hauke findet. Das von Andy Warhol gestaltete Cover besitzt er mit dem Autogramm des Künstlers. Das Original in die Ausstellung zu hängen, war ihm dann doch zu unsicher. Vor allem aber war es ihm zu klein. „Hier ist eine vergrößerte Kopie zu sehen. Im Rockmuseum muss ich ja möglichst platzsparend arbeiten, hier kann ich alles groß machen.“ Was an dieser Stelle auch zu einer besonderen Installation geführt hat: Eine Rekonstruktion des „Musicland“-Studios, wo die Stones wie so viele andere Stars Alben aufgenommen haben.

Rock’n’Roll-Fan der ersten Stunde, Finanzkaufmann, Sammler und Betreiber des Rockmuseums: Herbert Hauke hat die Ausstellung über die Rolling Stones kuratiert. (Foto: Claus Schunk)

Hauke will das als Hommage an die vergangene große Studio-Zeit Münchens verstanden wissen. Eine überraschende dazu: „Viele können sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie eng es in dem Studio zuging.“ Goldene Schallplatten, Instrumente, der Schlangenledermantel von Keith Richards – natürlich finden sich auch die üblichen Devotionalien in der Schau. Sparsam allerdings. „Das soll das Ganze nur visuell interessanter gestalten. Ich mache ja keine Ausstellungen im Stil des Hardrock Cafés, ich habe eigentlich nie die Sachen an sich gesammelt, sondern die Geschichten dahinter“, erklärt Hauke. Wodurch sich hier aus dem Mosaik auch ein sattes Stück Zeitgeschichte ergibt, in der München eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Und da es die Stones sind, ist es auch eine veritable Chronique scandaleuse geworden. „Eigentlich zum ersten Mal hab ich mir bei der Planung Gedanken gemacht, ob ich alles zeigen oder sagen kann. Nicht nur, weil die Stones ja wirklich krasse Sachen gemacht haben. Sondern vor allem, weil sich in unserer Social-Media-Gegenwart alle so schnell erregen. Da wird alles nur noch Schwarz oder Weiß gesehen. Dass das Zeitdokumente sind, spielt keine Rolle.“

Was übrigens nichts damit zu tun hat, dass von den Fotos, die Hauke 1973 bei seinem Tina-Turner-Konzert von den Stones schoss, keines in der Ausstellung zu sehen ist: „Ich hab sie nicht mehr. Ein Fan, der das mitbekommen hatte, hat mir gleich danach den kompletten Film und alle Autogramme für 100 Mark abgekauft. Heute ärgert mich das natürlich tierisch, aber damals waren das für mich fünf Monate Taschengeld. Davon hab ich meine Freundin groß zum Essen ausgeführt.“ Auch eine Stones-Geschichte. Eine von unzähligen.

„Magic Moments of the Rolling Stones“, bis So., 1. August, außer Montag 16 bis 20 Uhr, Pasinger Fabrik; digitaler Rundgang und Zoom-Gespräch, Mittwoch, 28. April, 19 Uhr, www.pasinger-fabrik.de

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Durch den Klick auf den nachstehenden Link könnt Ihr den Beitrag direkt auf der Homepage der  lesen.

> https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-ausstellung-rolling-stones-1.5277683 !

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Aus unserer Sicht ist das ein wunderschöner Beitrag, der so richtig Appetit auf einen Besuch der Ausstellung macht.

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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3 Antworten zu Die Süddeutsche Zeitung berichtet sehr breit über die ROLLING STONES-AUSSTELLUNG in München unter dem Titel „MAGIC MOMENTS OF THE ROLLING STONES“!

  1. Lotte Fechter sagt:

    Lieber Manni,

    das ist ein wunderschöner Beitrag der Süddeutschen Zeitung, der sowohl die Stones als auch den Kurator Herbert Hauke und seine Ausstellung entsprechend angemessen würdigt.

    Es wäre schade, wenn es nur bei einer virtuellen Begehung wegen Verschärfung des Lockdowns bliebe.

    Stonig grüßt

    Lotte Fechter

  2. Fritz Wimmer sagt:

    Hi Manni,

    heute gibt’s im Bayerischen Fernsehen zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr einen Bericht zur Ausstellung!
    Danach ist er natürlich in der Mediathek!

    Liebe Grüße

    Fritz Wimmer (Stones-Club-Mitglied & Bandleader THE STARS)

  3. Fritz Wimmer sagt:

    Lieber Manni,

    heute hat Herbi Hauke diese Widmung von John Pasche, dem legendären Erschaffer der Stones-Zunge, für die Ausstellung „Magic Moments of the Rolling Stones“ erhalten.

    Die Ausstellung ist nur zu empfehlen! Ich war bei der Eröffnung eingeladen. Jetzt bereits sehr viele Vor-Anmeldungen, tolle Berichte in den Medien und die Ausstellungskataloge gehen weg wie warme Semmeln.

    Liebe Grüße

    Dein Fritz

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