Die Story unseres Stones-Club-Präsidiumsmitglieds Heinz Dohm darüber, wie er Fan der ROLLING STONES geworden ist!

Liebe Stones-Club-Mitglieder, liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

unser Stones-Club-Präsidiumsmitglied Heinz Dohm (https://www.stones-club-aachen.com/?s=heinz+dohm)

        

hat uns jetzt zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und zwecks Archivierung in der Kategori „FAN-STORIES“ (https://www.stones-club-aachen.com/category/fan-stories/) seinen Bericht darüber zukommen lassen, wie er Rolling Stones-Fan geworden ist.

Sehr gerne haben wir seinem Wunsch entsprochen und selbigen nachstehend auf unsere Homepage gepostet. Wir sagen dem Heinz ein herzliches Dankeschön dafür.

Wir haben den Beitrag von uns aus mit den passenden Fotos und Videos unterlegt.

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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Stones-Club-Präsidiumsmitglied Heinz Dohm berichtet:

Hallo Manni, hallo Mitglieder des Rolling Stones-Clubs-Aachen/Stolberg und alle anderen, die meine Story lesen möchten. Hier meine Antwort auf die mehrfache Anfrage, ob ich einmal etwas zu dem Thema „Wie ich zu den Rolling Stones kam“ schreiben könne.

Angefangen hat das wohl alles an einem eiskalten Sonntagmittag, nach einem winterlichen Spaziergang mit meinem Vater. Wir betraten damals eine Gaststätte in der Vaalser Straße in Aachen. Mein Vater bestellte für sich ein helles Bier und für mich ein Malzbier, als ein Bekannter meines Vaters auf mich zutrat und mir 50 Pfennig für die Musikbox, die in einer Ecke stand, gab.

(Das Foto zeigt eine Musikbox aus den 60er Jahren.)

Ich warf das Geld in den dafür vorhandenen Schlitz und wählte drei Stücke aus, die dann nacheinander abgespielt wurden.  Für mich war das so toll, dass ich anfing auf dieser Musik zu tanzen. Die Reaktion der anderen Gäste darauf  war, dass sie lachten und einer von ihnen meinte, dass ich mit Sicherheit ein großer Musikfan werden würde.

Einige Jahre später durfte ich mir zu Weihnachten in einem Elektrogeschäft in der Nahnhofstraße in Aachen meinen ersten Plattenspieler und eine Single aussuchen. Der Plattenspieler war von der Firma DUAL mit Lautsprecher im Deckel. Bei der Single handelte es sich um „Sweet Little Sixteen“ von Cuck Berry.

 

(Bei den Fotos handelt es sich nicht um die damaligen Originale, sondern um Fotos, die die Redaktion eingeschoben hat.)

Bis zum Weihnachtsfest wurden die Geschenke unter Verschluss gehalten. Der damalige Heiligabend war wunderschön und wir hatten viel Spaß beim Auspacken der Geschenke. Ich weiß nicht mehr, wie oft an diesem Abend „Sweet Little Sixteen“ lief…?

Und wieder gingen ein paar Jahre ins Land, als ich mich mit einigen  Freunden am Jakobshof in Aachen traf und einer von ihnen mich fragte, ob wir schon die „neue Gruppe mit dem starken Sänger“ gehört hätten. Der hätte so eine ähnliche Stimme wie Van Morrison von der Gruppe Them.

(Foto aus https://de.wikipedia.org/wiki/Them)

Ich beschloss, mehr über diese Gruppe mit dem starken Sänger zu erfahren. Dazu dienten mir u. a. die vielen Radiosender, die diese Musik ständig spüielten, wie z. B. Radio Luxemburg mit der Sendung die „Die große Acht“.

Klar ist, dass es sich bei der gesuchten Gruppe um THE ROLLING STONES handelte. Damals drehte sich bei uns ALLES um die Musik von den STONES, den BEATLES, THE KINGS usw..

Ich stand von Anfang an auf die härte Musik, und die machten für mich THE ROLLING STONES!

In dieser Zeit gab es für uns Jugendliche die Möglichkeit, unsere Freizeit im Jugendheim am Jakobsplatz in Aachen zu verbringen. Dort gab es die Möglichkeiten des Kickerspielens und kleine Getränke für wenig Geld zu kaufen. Eines Tages, als ich wieder ins Jugendheim ging, bermerkte ich sofort, dass dort eine bedrückende Stimmung herrschte. Ein Mädchen kam mit Tränen in den Augen auf mich zu und sagte mir, dass Brian Jones tot sei.

(Foto aus https://www.last.fm/de/music/Brian+Jones/+images/3218b423ece78d173ca98c80ef252b88)

Ich bemerkte, dass auf einem Tisch ein Bild von Brian auf schwarzem Hintergrund stand. Es war mir klar, dass dieser Abend und die kommenden Wochen anders sein würden. Ich wischte mir die Tränen aus den Augen und dachte dabei „was für ein Verlust“. Kurz darauf wurde ich zum Militärdienst bei der Luftwaffe eingezogen. Im Jahr 1970 verließen ein Freund und ich die Kaserne mit der Absicht, irgendwie nach Hamburg zu gelangen, um die ROLLING STONES in der ERNST MERCK-HALLE“ im Rahmen ihrer EUROPA-TOUR 1970″ sehen zu können.

Mit den Daumen im Wind gelang uns dies sehr gut, wenn Ihr wisst, was damit meine. Für mich war es ein absolut tolles Konzert und zugleich mein erstes! Bei der Rückmeldung in der Kaserne gab es für unerlaubtes Entfernen von der Gruppe vier Wochen verschärfte Ausgangssperre. Vier Wochen kam ich nicht nach Hause, keine Eltern, keine Freunde und keine Freundin. Aber alles in allem hatte es sich für mich gelohnt!

In den folgenden Jahren besuchte ich mit Freunden oder mit mit meiner Frau einige weitere Konzerte der ROLLING STONES. Nun ist es mir aber sehr wichtig, meine Liebe zu der Band so zu erklären, dass für mich immer Keith Richards an erster Stelle steht.

(Foto aus https://www.br.de/radio/bayern1/keith-richards-geburtstag-100.html)

Wenn ich mir z. B. ein neues Album gekauft habe, auf dem ein Solo-Song von Keith zu hören ist, dann war dieses Stück für mich das absolut Beste auf dem gesamten Album.

So war das Jahr 1992 für mich ein besonderes Jahr, denn ich durfte endlich Keith mit seinen X-EXPENSIVE-WINOS in der Kölner Sporthalle live erleben.

So nahe wie  damals bin ich Keith nie wieder gekommen. Ich konnte fast seinen erzschlag hören 🙂 ! Was für ein tolles Konzert, ich werde es nie  ergessen und es zählt für mich zu den schönsten Erinnerungen.

1998 besuchte ich mit guten Freunden ein ROLLING STONES-KONZERT in Düsseldorf

 

Durch den Klick auf den nachstehenden Link könnt Ihr die SETLISTE des Konzerts aufrufen.

> https://www.setlist.fm/setlist/the-rolling-stones/1998/rheinstadion-dusseldorf-germany-73d68e89.html !

und hatte das Glück, direkt in der ersten Reihe (direkt vor der Bühne) zu stehen. Ich rief Keith Richards etwas zu und sah, dass er dies bemerkt hatte und kurz zu mir rüber blickte. Welch ein unvergesslicher Moment…!!!

2003 bekam ich von meiner Frau zum Geburtstag eine Reise nach Prag inklusive Eintrittskarte zum Rolling Stones-Konzert geschenkt.

 

(Foto aus https://www.nw.de/blogs/literatur_und_musik/musik/22184050_49-NW-Leser-erleben-die-Rolling-Stones-live-in-Prag.html)

Für die Busfahrt nahm ich einige Live-CDs mit, die der Busfahrer während der gesamten Fahrt aufspielte. Der Bus war voll besetzt und wir alle hatten viel Spaß. Am Vorabend des Konzerts gingen einige Leute und ich durch Prag und wir sahen vor einem Hotel unweit des Wenzelplatzes ein paar Hundert Leute stehen, die wohl auf jemanden warteten. Es stellte sich heraus, dass es Mick Jagger war, der kurze Zeit später aus einem Wagen stieg, sich umschaute und in die Menge winkte, bevor er im Hotel verschwand. Es hatte sich also für mich gelohnt, in der Menschenmenge zu warten.

Am Tag des Konzerts konnten wir auch noch eine Ausstellung mit Bildern von Ron Wood besuchen. Auf dem Weg zurLetna-Höhe, wo das Konzert stattfand, waren auf gefühlte 1 Kilometer-Länge rechts und links Stände aufgebaut, wo man alles Mögliche der ROLLING STONES kaufen konnte (Merchandise, LPs, Bootlegs usw. usf.). Das Konzert selbst war für mich eines des BESTEN, das ich je gesehen habe.

Nach dem Konzert leerten wir im Hotel den prallgefüllten Getränkeautomat und ließen das soeben Erlebte nochmals revue passieren.

Die Zeit verging und ich besuchte – meist begleitet von meiner Frau – Konzerte der ROLLING STONES, so z. B. das von 2018 (ein Kurz-Tripp nach Stuttgart).

Schon lange vor meiner Aufnahme in den ROLLING STONS-CLUB-AACHEN/STOLBERG habe ich mich durch Zeitungsartikel usw. für den Club interessiert. So kam es dann auch, dass ich zum 25-jährigen Bestehen des Clubs endlich Mitglied wurde.

Da ich nun Präsidiumsmitglied geworden bin, werde ich versuchen, alles für den Club zu geben.

Nun zum Schluss ist mir eines noch sehr wichtig und zwar, möchte ich mich bei meiner lieben Frau für ihr Verständnis und ihre Hilfe bedanken. Ohne sie wäre einiges für mich nicht möglich gewesen. Sie wird mich auch auf der bevorstehenden SIXTY-TOUR nach Gelsenkirchen und nach München begleiten.

                         

VIELEN DANK!

Anhand dieser ausgewählten Highlights habe ich erklärt, warum ich von Anfang an Stones-Fan bin und immer bleiben werde.

Viele stonige Grüße an euch alle von

Heinz Dohm (Stones-Club-Präsidiumsmitglied)

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10 Antworten zu Die Story unseres Stones-Club-Präsidiumsmitglieds Heinz Dohm darüber, wie er Fan der ROLLING STONES geworden ist!

  1. Heinz Sous sagt:

    Das ist mein lieber Namensvetter HEINZ! Schön geschrieben! 🙂
    Heinz Sous

  2. Nele Bleimann sagt:

    Lieber Heinz,
    das ist ja eine hochinteressante Story, die du da erzählst. Für uns jüngere Fans der Rolling Stones vermittelt sie Aspekte, die heutzutage ausgeschlossen sind. Wie Van Morrison und die Band Them, die sich ja erst nach den Rolling Stones 1964 gegründet hat, was ich jetzt über Wikipedia nach deinem Beitrag erfahren habe und sich bereits im Jahr 1972 wieder auflöste, sagte mir bis zur Veröffentlichung deiner Fanstory nichts. So sind wir jüngeren Stones-Fans auf die Erzählungen der älteren Stonesfangeneration angewiesen, um auch unser Wissen über die größte Rock- & Blues-Band der Welt komplettieren zu können.
    Vielen lieben und herzlichen Dank sage ich dir dafür.
    Nele Bleimann

  3. Herbert Buchmeier sagt:

    Lieber Stonesfan Heinz Dohm,
    ich bin von deiner Story begeistert. Sie ist sehr lebendig geschrieben und reflektiert deine Empfindungen. Damit will ich sagen, dass du stonesorientiert dein Leben gelebt hast, lebst und mit Sicherheit auch für deine weitere Zukunft leben wirst.
    In diesem Sinne wünsche ich dir weiterhin Gesundheit, Lebensfreude und viel Spaß mit deinem Stonesclub.
    Herbert Buchmeier

  4. Lotte Fechter sagt:

    Lieber Heinz,
    im März 2011 hatte ich auch meine Fanstory geschrieben, die allerdings erhebliche Nummern kürzer war.
    Deine Schilderung ist dagegen ein Knaller. Ich finde sie einfach großartig, weil sie so lebensnahe geschrieben ist.
    Und die Bebilderung dieser Story unterlegt diese wunderbar.
    Es sollten noch mehr Clubmitglieder ihre Story im Clubblog veröffentlichen, denn das sind oftmals wahre Schätze von großem Interesse, die man mit anderen Stonesfans teilen sollte. 🙂
    Herzlich
    Lotte Fechter

  5. Lieber Heinz,
    vielen Dank für deine schöne persönliche Fan-Story! Sie ist eine wunderbare und mitreißende Reise in die Vergangenheit, die mich beim Lesen an so viele Dinge erinnert hat.
    Zum Beispiel an meine erste Schallplatte der Rolling Stones, betitelt „December`s Children“, gekauft im Jahre 1966 oder 1967 für damals immense 20,- DM Taschengeld bei „Radio Fuchs“. Sie war eine für mich bedeutende LP auf dem Weg meiner musikalischen Sozialisierung. In meinem Plattenregal stand sie direkt neben der Mono-LP „The Angry Young Them“ von Them, die ich wohl noch etwas eher erworben hatte.
    Beide Schallplatten sind bis heute in meinem Besitz und verschönern auch heute noch mein Vinyl-Plattenregal.
    Nochmals DANKE und „Keep on Rockin`“……
    Herzliche Grüße von Rosie Geisler

  6. Brigitte Engelhardt sagt:

    Lieber Heinz Dohm,
    wie Dir bereits am 04. Mai 2022 mündlich mitgeteilt, finde ich Deine Fanstory ausgezeichnet. Da ich mit einem STONER DER ERSTEN STUNDE verheiratet bin, konnte ich zumindest seit 1969, wo ich Manfred kennenlernte, hautnahe miterleben, was es heißt ein Stoneshardcorfan zu sein. So gibt es in Deiner Fanstory durchaus Parallelen zu dem, was wir älteren Stonesfans allesamt mit der größten Band der Erde erleben durften. Wie schreibt es Nele Bleimann in ihrem Kommentar so treffend: „Für uns jüngere Fans der Rolling Stones vermittelt sie Aspekte, die heutzutage ausgeschlossen sind.“ Und damit hat Nele nach meiner Meinung den Kern getroffen. Wir durften die bis dato gesamte Epoche der Rolling Stones erleben, was den jüngeren Fans insoweit verborgen bliebe, wenn es unsere Erfahrungsberichte aus den frühen Jahren der Stones nicht gäbe. Insoweit ist Dein Beitrag sehr wertvoll, da er ein erlebtes Stück Rolling Stones-Fan-Historie darstellt, die ein Stones-Club-Präsidiumsmitglied er- und durchlebt hat.
    Mit den besten und stonigsten Grüßen
    Brigitte Engelhardt (Stones-Club-Präsidiumsmitglied)

  7. Christian Edelbauer sagt:

    Liebe Brigitte Engelhardt,
    ich kann mich deinen zutreffenden Worten vorbehaltlos anschließen. Es sollte mehr Clubmitglieder ihre Fanstory schreiben. Es wäre mit Sicherheit eine Bereicherung für uns alle. Ich werde in der nächsten Zeit meine Fanstory mit Sicherheit liefern.
    Mit lieben Grüßen
    Christian Edelbauer

  8. Bernhard Wamper sagt:

    Lieber Heinz Dohm,

    eine wirklich beeindruckende Fanstory!!
    Ganz toll geschrieben.
    Wir sehen uns bei Kessel!

    Liebe Grüße
    Bernd Wamper
    Photographer – Journalist

  9. Heinz Dohm sagt:

    Liebe Kommentator/Innen meines Beitrages!
    Ich möchte mich bei Euch allen recht herzlich bedanken, die Ihr meinen Bericht darüber, wie ich Stones-Fan geworden bin und auch weiterhin bleiben werde, so nett und aus meiner Sicht treffend kommentiert habt.
    Ich habe mich über diese durchweg positive Resonanz gefreut.
    It´s Only Rock ´n Roll…. 🙂
    Heinz Dohm (Stones-Club-Präsidiumsmitglied)

  10. Werner Gorressen sagt:

    Hallo lieber Heinz,
    zu deinem 72. Geburtstag, den du am Sonntag, den 12. Juni 2022 feiern konntest, wünsche ich dir nachträglich alles Gute.
    Liebe Grüße
    Werner Gorressen (Stones-Club-Präsidiumsmitglied)

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